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Pussy Riot im Interview: «Solange wir leben, sollten wir uns äussern»

TSRI
Pussy Riot im Interview: «Solange wir leben, sollten wir uns äussern»

Themen: Kultur, Ukraine Krieg, Krieg&Frieden

Regionen: International, Russland/Eurasien

Pussy Riot blickt im Zusammenhang mit der seit bald zehn Jahren tourenden Bühnenshow «Riot Days» auf Repression, Exil und politischen Aktivismus zurück. Masha Alyokhina sagt, viele Menschen hätten Russland verlassen, seien aber wegen finanzieller Schwierigkeiten zurückgekehrt und sässen nach kritischen Social-Media-Posts gegen den Krieg im Gefängnis. Sie fordert, auch wenig bekannte politische Gefangene sichtbar zu machen. Alina Petrova verweist auf zerstörte Städte und Hunderttausende Tote im Krieg gegen die Ukraine sowie auf die Verluste von Geflüchteten, deren Ausbildung, Karriere und soziale Strukturen beim Grenzübertritt entwertet würden. Taso Pletner berichtet von einer Verurteilung zu elf Jahren Haft in Abwesenheit und Problemen bei der Visumsverlängerung in Deutschland. Alyokhina beschreibt Hungerstreiks als harte, aber wirksame Protestform, die Öffentlichkeit brauche. Kunst könne helfen, dominante Narrative herauszufordern und mit der Lage umzugehen.

tsri.ch

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