Themen: Migration/Asyl, Gesellschaft
Regionen: International, Westasien
Bushra, eine syrische Geflüchtete, plant im September 2025 ihre Rückkehr nach Syrien und bittet eine befreundete Journalistin, ihre Geschichte auf Französisch festzuhalten. Arabisch darüber zu sprechen, sei für sie zu schmerzhaft. Bushra war zunächst als Flüchtling in Jordanien und kam im August 2021 mit einem Studien-Stipendium nach Frankreich, wo sie politisches Asyl beantragte und in Caen Französisch lernte. Auf einer Zugfahrt nach Angers schildert sie erstmals ausführlich die Gewalt, die sie und ihre Schwester innerhalb der Familie und ihres Stammes erlebt haben, darunter die Gefahr eines Ehrenmords. Die beiden Frauen verbindet auch die Erfahrung des Exils mit einer Familie aus Gaza, die Bushra bei administrativen Fragen unterstützt. Die Reise soll nach Damaskus, Deraa, Homs und Tartus führen. Bushra bestimmt dabei die Rolle der Journalistin als vertraute Begleiterin; ihre abendlichen Gespräche werden aufgezeichnet und dokumentiert.