Themen: Leben, Technologie
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Ein Tram der Linie 7 von Zürich-Wollishofen zum Hauptbahnhof wurde vergangenen Mittwoch im Abendverkehr bei Temperaturen von über 30 Grad zur starken Belastung für die Fahrgäste. Ein Banker berichtete, die Luft im Wagen sei noch drückender gewesen als draussen; am Bahnhof Enge seien mehrere Personen ausgestiegen und hätten auf das nächste Tram gewartet. Er kritisierte zudem den Parkplatzabbau, der ihn stärker auf den öffentlichen Verkehr verpflichte, und die Folgen für Berufstätige in Anzügen. Die Verkehrsbetriebe Zürich erklären, bis auf wenige Tram-2000-Fahrzeuge seien sämtliche Trams klimatisiert. Die Anlagen kühlten den Innenraum an heissen Tagen einige Grade unter die Aussentemperatur. Häufiges Türöffnen, hoher Fahrgastwechsel und Sonneneinstrahlung begrenzten jedoch die Wirkung. Kundenreaktionen zur Hitze lägen im üblichen Rahmen. Bei neuen Flexity-Trams sei die Kühlleistung bereits mittels Software verbessert worden; zudem testen die VBZ eine Sonnenschutzfolie gegen das Aufheizen der Fahrzeuge.