Themen: Bildung
Regionen: Schweiz, Tessin
An den fünf Tessiner Handelsberufsschulen haben im vergangenen Juni 76 von 324 Kandidatinnen und Kandidaten die Abschlussprüfung nicht bestanden. Die Durchfallquote betrug damit 23,5 Prozent, nachdem sie in früheren Jahren zwischen 10 und 15 Prozent gelegen hatte. Es war die erste Prüfungssession nach der eidgenössischen Reform der kaufmännischen Grundbildung von 2023. Laut der kantonalen Berufsbildungsdivision haben die Schlussprüfungen nun mehr Gewicht; zudem können Sperrbedingungen dazu führen, dass etwa eine ungenügende mündliche Prüfung trotz ausreichendem Gesamtschnitt zum Nichtbestehen führt. Der Kanton hat Verbesserungen vorgeschlagen, über die jedoch nationale Gremien entscheiden. Dabei geht es auch um Prüfungsformen angesichts möglicher KI-Nutzung. Betroffene Lernende aus Lugano kritisieren teils unklare Kommunikation, ungenügende Vorbereitung und die lange Wartezeit bis zur Wiederholung im Juni 2027. Wiederholt werden können nur ungenügende Prüfungsteile.