Themen: Wirtschaft/Finanzen, Innen-Politik
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Pierin Vincenz soll seinen laufenden Revisionsprozess am Obergericht Zürich nicht selbst finanzieren müssen: Laut Quellen übernehmen Versicherungen von Raiffeisen und Aduno die bisherigen Kosten seiner Verteidigung. Solche Absicherungen für Spitzenpersonal seien bei grossen Unternehmen üblich und deckten Kosten bei Klagen oder strafrechtlichen Ermittlungen. Vincenz, ehemaliger Chef von Raiffeisen, wird durch den Strafrechtler Lorenz Erni verteidigt. Im erstinstanzlichen Verfahren vor dem Zürcher Bezirksgericht hatte er erklärt, hauptsächlich von der AHV zu leben. Nach Berichten über eine Villa im Tessin sowie Aufenthalte in Kroatien und auf dem Bodensee verweigerte er am Auftakt des Revisionsprozesses Angaben zu Einkommen und Vermögen und verwies auf den Schutz seiner Privatsphäre und jener seiner Angehörigen. Raiffeisen und Aduno äusserten sich nicht. Ein Insider zufolge müsste Vincenz die Kosten bei einer Verurteilung zurückzahlen.