Themen: CH-Politik, Leben
Regionen: Schweiz, Basel/NWCH
Ein anonymes «Referendumskomitee Dreispitz Nord» hat kurz vor Ablauf der Frist ein Referendum gegen den Bebauungsplan Dreispitz Nord lanciert. Referendumsbögen wurden in den umliegenden Quartieren verteilt. Der Quartierverein Wohnliches Gundeli Ost, der das Vorhaben mehrfach kritisiert hatte, erklärt, vom Referendum nichts gewusst zu haben und nicht beteiligt zu sein. Der Grosse Rat genehmigte am 9. September 2026 Zonenänderung und Bebauungsplan mit 83 gegen 3 Stimmen bei 4 Enthaltungen. Vorgesehen sind 800 Wohnungen, Büro- und Gastronomieflächen, zwei öffentliche Parks, eine Sekundarschule sowie ein modernisierter MParc mit integriertem OBI. Drei Hochhäuser dürfen 124, 138 und 151 Meter erreichen; weitere Gebäude mit sechs bis neun Geschossen sollen gemeinnützigen Wohnraum enthalten. Das Komitee hält die Hochhäuser für familienungeeignet und kritisiert die Belastung des Knotens Dreispitz durch 662 Parkplätze. Projektpartner sind Christoph Merian Stiftung, Genossenschaft Migros Basel und der Kanton Basel-Stadt; Herzog & de Meuron entwarf das Projekt.