Themen: Partei-Politik, CH-Politik
Regionen: Schweiz, Basel/NWCH
Die Baselbieter Mitte verzichtet für die Regierungsratswahlen 2027 auf eine zweite Kandidatur und setzt ausschliesslich auf den Röschenzer Politiker Remo Oser. Damit will sie geschlossen den Sitz des abtretenden Finanzdirektors Anton Lauber verteidigen. Der Vorstand sichert Oser volle Unterstützung zu und warnt davor, dass sich zwei Kandidierende gegenseitig Stimmen wegnehmen könnten. Dem Entscheid gingen parteiinterne Konflikte voraus. Fraktionschef Pascal Ryf und Parteipräsident Simon Oberbeck wurde vorgeworfen, persönliche Ambitionen zu wenig mit der Partei abgestimmt zu haben und sich politisch zu stark an der SVP zu orientieren. Auch Osers klare Nomination sorgte für Diskussionen: Er erhielt fast doppelt so viele Stimmen wie Oberbeck; aus dem Laufental kamen rund 30 Personen an den Parteitag, zudem meldeten sich seit dem 1. Oktober 55 neue Sympathisantinnen und Sympathisanten. Offen bleibt, ob SVP und FDP mit der Mitte ein bürgerliches Bündnis eingehen. SVP-Chef Peter Riebli äusserte Vorbehalte gegen Oser.