Themen: CH-Politik, Wirtschaft/Finanzen, Gesellschaft
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Lorenzo Onderka plädiert für die Mehrwertsteuererhöhung, über die am 29. November zur Finanzierung der bereits beschlossenen 13. AHV-Rente abgestimmt wird. Als künftiger Rentner hält er es für notwendig, die Belastung jüngerer Familien mit hohen Mieten, Krankenkassenprämien und Lebenshaltungskosten mitzudenken. Er erkennt ihre Einwände gegen eine weitere Mehrwertsteuererhöhung an, warnt aber vor den politischen Folgen eines Neins. Dieses könne Kräfte stärken, die strukturelle AHV-Reformen bis hin zu einem höheren Rentenalter befürworten. Längeres Arbeiten könne die AHV finanziell entlasten, schreibt Onderka, doch der Arbeitsmarkt müsse Menschen zwischen 50 und 70 Jahren auch Beschäftigung zu würdigen Bedingungen ermöglichen. Bereits heute sei die Wiedereingliederung nach einem Stellenverlust ab 50 schwierig und nach 60 besonders kritisch. Ohne konkrete Massnahmen drohe nach dem Ende des Arbeitslosengeldes häufiger Sozialhilfe; Ausgaben würden damit von der AHV auf andere öffentliche Kassen verlagert.