Themen: Klima&Energie, Umwelt
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Der Kanton Zürich kämpft mit den Folgen eines aussergewöhnlich heissen und trockenen Sommers. Laut Baudirektor Martin Neukom war der Sommer 2026 der wärmste seit Messbeginn; 300 Kilometer Fliessgewässer trockneten aus, mehrere hunderttausend Fische und andere Wasserlebewesen dürften verendet sein. Auch Wald und Landwirtschaft erlitten Schäden. Wegen tiefer Wasserstände produzierte die Solarkraft im Sommer mehr Strom als die Speicherkraftwerke. Zugleich verteuerten sich Gas und Strom; der niedrige Rheinpegel erschwerte zudem den Öltransport. Neukom sieht in der Dekarbonisierung einen Weg zu mehr Unabhängigkeit und Klimaschutz. Zur Anpassung will der Kanton klimaresiliente Wälder fördern, das Pflanzen von Bäumen erleichtern und die Versiegelung begrenzen. Auch Klimaanlagen sollen einfacher zu installieren sein. Die Solarproduktion wächst; bis 2035 soll im Sommer mehr als die Hälfte des Stroms im Kanton erzeugt werden. Die Abhängigkeit von Stromimporten dürfte aber noch Jahrzehnte bestehen.