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Riskante Grauzone: Bundeswehr schafft Einfallstor für chinesische Spionage

Correctiv Schweiz
Riskante Grauzone: Bundeswehr schafft Einfallstor für chinesische Spionage

Themen: Technologie, Geopolitik, KI/Digital

Regionen: International, Europa, China

Die Bundeswehr setzt chinesische DJI-Drohnen ein, obwohl interne Warnungen vor möglichen Datenabflüssen nach China vorliegen. Martin Schelleis, damals Inspekteur der Streitkräftebasis, hatte die Nutzung solcher Systeme im November 2023 untersagt. Bereits im Juni 2024 wurden jedoch acht DJI-Modelle wieder freigegeben. Im November 2024 schloss die Bundeswehr einen Vertrag über 500 Drohnen des Typs Matrice M30T. Das Verteidigungsministerium erklärt, die Geräte würden nur für Ausbildung, Erprobung und Routineaufgaben auf militärischen Liegenschaften verwendet, ohne sensible Informationen und ohne Internetverbindung. Interne Dokumente und Aussagen von Insidern zeigen jedoch, dass die Drohnen eine Blackbox mit Flugbewegungen und GPS-Koordinaten besitzen. Bei einem beschädigten Gerät soll DJI Daten ausgelesen und einen Bedienungsfehler geltend gemacht haben. Interne Analysen beschreiben Datenabflüsse über Mobilfunk oder Reparaturen als Risiko. Für die Drohnen gelten offenbar weder die üblichen IT-Akkreditierungen noch die Zulassung des Luftfahramts. Die Bundeswehr verweist auf eigene Risikobewertungen und technische Anpassungen.

Correctiv Schweiz

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