Themen: Innen-Politik, Geopolitik, Iran Krieg
Regionen: International, Westasien
Mojtaba Khamenei hat im August 2026 mit Personalentscheiden und Strukturreformen die Stellung der iranischen Revolutionsgarden ausgebaut. Nach den US-israelischen Schlägen vom 28. Februar, bei denen Ali Khamenei und mehrere Spitzenkommandeure getötet wurden, besetzte der neue Oberste Führer zentrale Funktionen neu. Mohsen Rezaei wurde sein Vertreter und Sekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrats, Ahmad Vahidi formell Kommandeur der Revolutionsgarden, Hossein Taeb Chef der Basij. Zudem soll der Generalstab mit dem Hauptquartier Khatam al-Anbiya stärker vereinigt werden. Offiziell dient dies besserer Koordination und schnellerer Führung; faktisch stärkt es laut Einschätzung die Eingliederung regulärer Streitkräfte in den Apparat der Garden. Der Sicherheitsrat wird aufgewertet, während Präsident Masud Pezeshkian und Parlamentssprecher Mohammad Bagher Ghalibaf an Einfluss verlieren. Die Dekrete verlangen maximale Abschreckung und offensive Nachrichtendienstarbeit. Trotz gesellschaftlicher Säkularisierung und wirtschaftlicher Spannungen zeichnet sich keine Öffnung, sondern eine zentralisierte, sicherheitsorientierte Politik ab.