Themen: Umwelt, Kultur/Feuilleton
Regionen: Schweiz, Zentralschweiz
Die Reuss führt in diesem Sommer so wenig Wasser wie selten zuvor; zugleich erreicht ihre Temperatur Rekordwerte. Ein Weg entlang des Flusses führt in den letzten Tagen eines mächtigen Sommers von der Luzerner Seebrücke bis zum Reusszopf. Ausgangspunkt ist auch ein Podcast mit dem britischen Autor Robert Macfarlane zu seinem Buch «Sind Flüsse Lebewesen?». Macfarlane versteht Flüsse als Ursprung und Grundlage des Lebens und schlägt vor, Wasser neu zu denken. Flüsse seien lebendig, weil sie Leben ermöglichten. Daraus leitet er die Forderung ab, sie nicht länger als Sachen, sondern als Rechtssubjekte zu behandeln und mit ihnen in einen Dialog zu treten. Die Erzählerin verbindet diese Perspektive mit ihrer zurückhaltenden Haltung gegenüber der Reuss, die reissend sein kann und deren Name darauf verweist.