Themen: CH-Politik, Wirtschaft/Finanzen, Klima&Energie
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Der Schweizer Bauernverband fordert zum Welternährungstag verlässliche Rahmenbedingungen für die einheimische Landwirtschaft. Die Schweiz könne nur noch rund 50 Prozent ihres Lebensmittelbedarfs selbst decken und gehöre pro Kopf zu den grössten Nettoimporteuren weltweit. Der Selbstversorgungsgrad sinke seit Jahren, der Food Overshoot Day sei 2026 bereits am 13. Juli erreicht worden. International belasteten Konflikte, geopolitische Spannungen, Klimaveränderungen und Extremwetter sowohl die Produktion als auch Lieferketten. Für die Agrarpolitik ab 2030, die AP30+, verlangt der Verband deshalb eine Stärkung der Produktionsfähigkeit. Bauernbetriebe bräuchten mehr unternehmerischen Spielraum, weniger administrative Lasten, Planungssicherheit und wirtschaftliche Perspektiven für Investitionen. Der vorgesehene Zahlungsrahmen 2030 bis 2033 enthalte Kürzungen und Umverteilungen von insgesamt 380 Millionen Franken. Die seit rund 20 Jahren bei etwa 3,6 Milliarden Franken jährlich liegenden Landwirtschaftsmittel dürften nicht weiter infrage gestellt werden.