Themen: Gesellschaft, Innen-Politik
Regionen: International, Europa
Ein zwölfjähriger Schüler aus dem Mailänder Quartier Barona soll während der Ausschreitungen in Mailand ein Bekleidungsgeschäft geplündert haben. Bilder zeigen ihn mit mutmasslich gestohlenen Kleidern sowie neben einem brennenden Abfalleimer. Die Carabinieri identifizierten ihn in seiner Schule; strafrechtlich kann er wegen seines Alters unter 14 Jahren nicht verfolgt werden. Möglich sind eine Meldung an die Jugendstaatsanwaltschaft und an Sozialdienste. Lehrpersonen beschreiben den Schüler als stark belastet und schwer in den Klassenalltag integrierbar; für ihn läuft ein Einzelunterrichtsprojekt. Nach Angaben des Jugendgerichts wurden bei den Unruhen 35 Minderjährige festgenommen, vor allem 15- und 16-Jährige. Ihnen werden unter anderem Verwüstung, Plünderung, Körperverletzung und Widerstand gegen Behörden vorgeworfen. Das Gericht betont, soziale Belastungen entschuldigten die Taten nicht, verlangten neben Sanktionen aber pädagogische Antworten.