Themen: Technologie, Wirtschaft/Finanzen, CH-Politik
Regionen: Schweiz, Zentralschweiz
Die SBB hält den Zeitplan des Bundes für die zweite Etappe des Luzerner Durchgangsbahnhofs für zu ambitioniert. Das Vorprojekt für den Neustadttunnel und den Anschluss des Tiefbahnhofs an die Strecken Richtung Basel und Bern soll nach ihrem Willen nicht bis zur Botschaft 2031, sondern erst bis 2035 ausgearbeitet werden. Die Bahn warnt, die komplexe Planung lasse sich bis 2031 nicht mit der nötigen Qualität und Kostengenauigkeit abschliessen. Politischer Zeitdruck und unausgereifte Vorprojekte hätten in der Vergangenheit wiederholt nach Parlamentsbeschlüssen zu starken Kostensteigerungen geführt. In der ersten Bauetappe sind ein viergleisiger Tiefbahnhof unter den bestehenden Luzerner Bahnanlagen und der Dreilindentunnel Richtung Ebikon vorgesehen. Zunächst entstünde ein unterirdischer Kopfbahnhof mit zusätzlichen Kapazitäten. Erst der Neustadttunnel macht daraus einen Durchgangsbahnhof mit direkten Zugläufen ohne Fahrtrichtungswechsel. Die IGÖV verlangt dagegen, beide Etappen gemeinsam umzusetzen, damit das Provisorium nicht jahrzehntelang bestehen bleibt.