Themen: Wirtschaft/Finanzen
Regionen: Schweiz, Romandie
Die Genfer m3 Gruppe von Geschäftsmann Abdallah Chatila kann ihre 140-Millionen-Anleihe nicht wie vorgesehen bedienen. Laut Handelsregister beantragt das Unternehmen bei den Obligationären einen zweijährigen Rückzahlungsaufschub bis 2028. Zudem sollen sämtliche geschuldeten Zinsen, sowohl bereits fällige als auch bis 2028 anfallende, gestundet werden. Bereits vor einem Jahr hatten die Bondholder einem ersten Aufschub zugestimmt. Am Dienstag, 30. Juni, müssen sie erneut über das Gesuch entscheiden. Die Anleihe war 2022 aufgenommen worden, um den Schweizer Ableger der russischen Sberbank zu übernehmen. Die Finma hatte in Chatila einen Käufer für das wegen des Ukraine-Kriegs unter Druck geratenen Geldhaus gesehen. Betroffen sind laut Darstellung ausschliesslich vermögende Anleger, da die Obligationen in Tranchen von mindestens fünf Millionen gestückelt sind. Ein Betroffener fordert eine rasche und geordnete Liquidation.