Themen: Umwelt, Wirtschaft/Finanzen, Gesundheit
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Die Schweiz erfasst weder den Verbrauch noch die Importmengen von PFAS in der Industrie zentral. Das Zürcher Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft untersuchte im Vorjahr 40 Abwasserproben aus unterschiedlichen Betrieben und fand fast durchgehend PFAS, teils in hohen Konzentrationen. Darunter waren auch die seit Jahren verbotenen Stoffe PFOS und PFOA; die letzte Übergangsfrist lief 2024 ab. Laut Amt widersprechen die Messwerte häufig den Angaben der Unternehmen, die den Einsatz PFAS-haltiger Produkte verneinen. Viele Betriebe wissen offenbar nicht, ob PFAS in Dichtungen, Pumpen oder anderen Vorprodukten enthalten sind. Ein Forschungsprojekt des Bundes soll den Verbrauch untersuchen, Ergebnisse werden jedoch nicht vor 2028 erwartet. Zehn Schweizer Unternehmen nannten in einer EU-Konsultation zusammen 780 Tonnen PFAS pro Jahr; dies dürfte nur einen Teil des tatsächlichen Verbrauchs darstellen. Die Herstellung importierter Fluorpolymere belastet laut einem ETH-Experten Regionen um europäische Produktionsanlagen erheblich.