Themen: Umwelt, Klima&Energie, Technologie
Regionen: International, Europa
Dublins Fährhafen ist gemäss einer aktuellen Analyse der am stärksten belastete Fährhafen Europas. Fähren emittieren in Irlands Hauptstadt 16-mal mehr Schwefeloxide als sämtliche Autos der Stadt zusammen. Schwefeloxide tragen zwar nicht zur Erderwärmung bei, verschlechtern aber die Luftqualität, begünstigen sauren Regen und erhöhen bei chronischer Belastung das Risiko von Atemwegs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. In Küstengebieten kann die Schifffahrt bis zu einem Viertel der jährlichen Konzentration solcher Luftschadstoffe verursachen. 2022 entfielen 88 Prozent der Schwefeldioxidemissionen des EU-Verkehrs auf die Schifffahrt. Viele europäische Passagierfähren sind im Schnitt 26 Jahre alt und fahren fossil; nur sieben Prozent sind Hybrid- und zwei Prozent vollelektrisch. Strengere Treibstoffvorschriften in Schwefelemissionskontrollgebieten haben die EU-SOx-Emissionen seit 2014 um rund 70 Prozent reduziert. Die ab 2028 geplante Nordostatlantik-Zone soll die Emissionen um 82 Prozent senken und auch Dublin erfassen.