Themen: CH-Politik, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
UBS-Chef Sergio Ermotti ist vor der Wirtschafts- und Abgabekommission des Nationalrats zur sogenannten «Lex UBS» aufgetreten. Die in Beratung befindliche Revision des Bankengesetzes soll die Eigenkapitalunterlegung ausländischer Tochtergesellschaften systemrelevanter Schweizer Grossbanken erhöhen; betroffen ist einzig UBS. Der Ständerat hatte im September eine Deckung von 90 Prozent mit hartem Kernkapital der Kategorie CET1 beschlossen. Das ging weiter als der frühere Kommissionsvorschlag: 50 Prozent CET1 und 50 Prozent AT1-Anleihen. Der Bundesrat hatte eine vollständige Deckung von 100 Prozent vorgeschlagen. Vor der Anhörung traf Ermotti Finanzministerin Karin Keller-Sutter; auch SNB-Präsident Martin Schlegel und Finma-Präsidentin Marlene Amstad waren anwesend. Laut Medien könnte in der Nationalratskommission eine Variante mit 75 Prozent CET1 eingebracht werden, für die sich Nationalrat Hans-Peter Portmann einsetzen will. Ermotti äusserte sich nicht dazu. Kommissionsmitglied Sidney Kamerzin erwartet Unterstützung vor allem von SVP und Teilen der FDP, während die Mitte eher die 90-Prozent-Variante favorisiere. Ein Entscheid wird nicht vor November erwartet.