Themen: KI/Digital, Wirtschaft/Finanzen, Gesellschaft
Regionen: International, Europa
Cyberangriffe haben Kühl- und Gefriersysteme in Supermärkten mehrerer europäischer Länder beeinträchtigt. Betroffen waren unter anderem Geschäfte von Coop und ICA in Schweden, kleinere Kesko-Läden in Finnland sowie Filialen von Ahold Delhaize, Ikea, Carrefour und weiteren Ketten in Belgien, Luxemburg und Irland. Angreifer sollen Temperaturen in Kühlanlagen erhöht haben, wodurch Lebensmittel entsorgt werden mussten und erhebliche wirtschaftliche Schäden entstanden. In einem ICA-Geschäft in Stockholm erreichten Gefriergeräte laut einer Verantwortlichen 50 Grad Celsius. Die Vorfälle erinnern an einen Angriff auf rund 700 französische Supermärkte im Oktober, bei dem Einstellungen von vernetzten Kühlgeräten von bis zu minus 27 auf über 50 Grad verändert worden seien. Der Cybersicherheitsforscher Tom Hegel hält angesichts ausbleibender Lösegeldforderungen auch Sabotage für möglich. Vernetzte Steuerungen für Kühlung, Gebäudetechnik, Zugang und Kassen machten den Detailhandel besonders angreifbar; verderbliche Waren verschärften die unmittelbaren Folgen.