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Shirana Shahbazi: «In einem Zustand haben verschiedene Dinge Platz»

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Shirana Shahbazi: «In einem Zustand haben verschiedene Dinge Platz»

Themen: Kultur/Feuilleton, Kultur

Regionen: Schweiz, Zentralschweiz

Shirana Shahbazis Ausstellung «All at Once» im Kunstmuseum Luzern verbindet Fotografien, Drucke, Videos und Installationen mit räumlichen Interventionen von Li Tavor. Im Zentrum steht unter anderem die Werkserie «Falling»: Schwarzweiss-Aufnahmen von Menschen im Wasser hängen neben Glaswänden, die je nach Blickwinkel Farben und neue Bildbezüge erzeugen. Die Künstlerin fotografierte ihre Tochter und deren Team im Synchronschwimmen. Ausgangspunkt der Serie war eine Phase der Orientierungslosigkeit während der Proteste im Iran. Shahbazi interessiert sich für Bilder, in denen gegensätzliche Empfindungen gleichzeitig Platz haben: Kontrollverlust, Absinken, Schweben oder Aufsteigen. Die räumliche Präsentation soll Betrachtende körperlich in das Werk einbeziehen und Perspektivwechsel auslösen. Shahbazi wehrt sich gegen biografische und herkunftsbezogene Reduktionen ihrer Kunst. Fotografie bleibe ein zentrales Medium ihrer Arbeit, dessen Möglichkeiten sie über traditionelle Grenzen hinaus weiterentwickle. Schönheit versteht sie als Zugang zu Tiefe und inhaltlichen Verbindungen.

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