Themen: Umwelt, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: Schweiz, Tessin
Die 1926 eingeweihte Trockenlegung der sumpfigen Ebene von Stabio machte mehr als 100 Hektaren, über eine Million Quadratmeter, für die Landwirtschaft nutzbar. Für das Projekt wurden 6,5 Kilometer offene und zwei Kilometer unterirdische Kanäle angelegt, fast sieben Kilometer landwirtschaftliche Zufahrtswege gebaut sowie sieben Stahlbetonbrücken, neun Betondurchlässe, 22 Kontrollschächte und 18 künstliche Gefällestufen erstellt. Das zuvor von Wassereinbrüchen belastete Gebiet sollte seinen jährlichen Ertrag von rund 11'000 auf etwa 44'000 Franken steigern. Die Arbeiten kosteten statt der veranschlagten 373'000 ungefähr 400'000 Franken; 210'000 Franken kamen vom Bund, 110'000 vom Kanton und rund 80'000 von Privaten. Ergänzend war eine Landumlegung vorgesehen: Aus ungefähr 400 Parzellen sollten gut 250 grössere Flächen entstehen. An der Einweihung würdigten Behörden und Beteiligte die Bonifikation und riefen die Bevölkerung zur Rückkehr zur Landwirtschaft auf.