Themen: Umwelt, Klima&Energie, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: Schweiz, Wallis/Graubünden
Die schwere Sommerdürre in Graubünden führte in mehreren kleineren Gewässern zu fast zwei Dutzend Noteinsätzen zur Rettung von Fischen. Nach Angaben der Kantonsregierung wurden rund 5'000 Tiere umgesetzt; für mehrere hundert Fische kam die Hilfe zu spät. In den meisten Einzugsgebieten, mit Ausnahme des Oberengadins, erreichten Pegel in Gewässern und Grundwasser historische Tiefststände. Ein Fischsterben wegen zu hoher Wassertemperaturen wurde jedoch nicht festgestellt. Die Trockenheit traf auch Landwirtschaft und Alpwirtschaft erheblich, regional allerdings unterschiedlich stark. Die Futtererträge gingen teils um mehr als 30 Prozent zurück, und über 30 Alpen mussten ihr Vieh vorzeitig abtreiben. Bund und Kantone lockerten Bedingungen für Direktzahlungen und senkten Zölle auf Futtermittel. Die Lage sei in Graubünden weniger kritisch als andernorts, bleibe aber angespannt.