Themen: Migration/Asyl, KI/Digital
Regionen: International, Europa, Afrika
Nach dem Grenzübertritt Zehntausender Menschen von Marokko in die spanische Exklave Ceuta Ende Juli könnten neue Aufrufe in sozialen Netzwerken einen weiteren Versuch um den 15. August mobilisieren. Bei dem früheren Ereignis kamen über hundert Menschen ums Leben; die meisten Ankommenden kehrten später nach Marokko zurück. Die spanische Guardia Civil sieht laut einem Bericht auf Grundlage öffentlich zugänglicher Facebook-, Whatsapp- und Instagram-Gruppen mit hoher Wahrscheinlichkeit entsprechende Aufrufe seit Ende Juli oder Anfang August. Verantwortliche seien nicht identifiziert. Correctiv fand am 12. August mindestens ein Dutzend ähnliche Facebook-Beiträge weiterhin online. Sie nennen unter anderem Fnideq und Ceuta sowie das Datum 15. August. Facebook dient laut den zitierten Analysen der Vernetzung, Whatsapp dem Austausch von Routen, Vorräten und Informationen über Barrieren. Zusätzlich kursiert eine Falschmeldung, Spanien werde Grenzübergänge am 15. August öffnen. Meta und Tiktok erklärten, ihre Systeme beziehungsweise Teams zur Beobachtung der Lage verstärkt zu haben. Die Guardia Civil betont, ein Massenandrang sei trotz des Risikos nicht sicher vorhersehbar.