Themen: Krieg&Frieden, Geopolitik
Regionen: International, Nordamerika, Europa
Der Rückblick auf die Anschläge vom 9. September 2001 und den anschliessenden Afghanistan-Krieg widerspricht der heutigen Darstellung europäischer Nato-Staaten als Trittbrettfahrer der USA. Nach dem Bündnisfall beteiligten sich insbesondere Grossbritannien, Kanada, Frankreich, Deutschland und Dänemark an «Operation Enduring Freedom». Der Text fragt zugleich, weshalb die USA angesichts von 15 saudischen unter 19 Attentätern Saudiarabien nicht stärker in den Fokus nahmen. Er verweist darauf, dass saudische Staatsangehörige nach den Anschlägen trotz gesperrtem Luftraum aus den USA ausreisen konnten. Der zwanzigjährige Krieg kostete laut Beitrag 46'000 afghanische Zivilisten und rund 120'000 Angehörige des Militärs das Leben. Auf US-Seite starben 2461 Soldaten, dazu kamen Opfer bei europäischen Verbündeten. Die Kosten werden auf 3,3 Billionen Dollar plus Wiederaufbau- und Hilfsausgaben geschätzt. Nach dem Truppenabzug regieren die Taliban wieder Afghanistan.