Themen: Wirtschaft/Finanzen
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Die Schweizerische Nationalbank erklärt in ihrem Stabilitätsbericht, die UBS verfüge unter Einbezug von Kapitalreserven von neun Milliarden Dollar bereits über genügend Eigenkapital, um die vorgeschlagene Kapitalreform zu erfüllen. Zuvor war ein Kapitalbedarf von neun Milliarden Dollar ausgewiesen worden; Finanzministerin Karin Keller-Sutter hatte mit rund 20 Milliarden Dollar zusätzlichem Kapital argumentiert. Die SNB kritisiert zudem die teilweise Unterlegung ausländischer Beteiligungen: Kapital der Schweizer Mutterbank decke dabei gleichzeitig eigene Risiken und jene ausländischer Tochtergesellschaften. Dies entspreche einer doppelten Anrechnung und widerspreche grundlegenden Aufsichtsprinzipien. Nach Einschätzung der SNB würde die Reform die UBS bei risikogewichteten Kapitalquoten unter die führenden global systemrelevanten Banken einreihen. Bei der Leverage Ratio läge sie im Durchschnitt dieser Gruppe und weiterhin unter dem Niveau inländischer Konkurrenten wie Raiffeisen, Postfinance und Zürcher Kantonalbank.