Themen: Gesundheit, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Beim GZO Gesundheitszentrum Zürcher Oberland in Wetzikon zeichnet sich Streit um die Sanierung ab. Verwaltungsrat, Sachwalter und Aktionärsgemeinden wollen mit der Thurgauer Thurmed AG zusammenarbeiten; die Gemeinden sollen 49 Prozent am Spital behalten. Gregor Greber, Vertreter der Obligationäre, lehnt dieses Angebot jedoch ab. Die Gläubiger warten seit zweieinhalb Jahren auf 180 Millionen Franken für den Neubau. Thurmed biete zunächst lediglich ein Wandeldarlehen von rund sieben Millionen Franken; weiteres Eigenkapital solle über eine Option bis Ende 2027 eingebracht werden können. Greber befürchtet einen hohen Abschreiber für die Anleihensgläubiger. Er bevorzugt das Angebot von Infracore, einer Infrastrukturtochter im Umfeld von Aevis Victoria und Antoine Hubert. Dieses sehe einen vollständig finanzierten Cash-Erlös von 55 Millionen Franken vor. Greber fordert den bestmöglichen Wert für Gläubiger bei nachhaltigem Spitalbetrieb und schliesst einen Konkurs mit Einzelverwertung von Neubau, Land und weiteren Vermögenswerten nicht aus.