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Sprachlupe: Fehler, die auch Sprachwandel anzeigen könnten

Infosperber
Sprachlupe: Fehler, die auch Sprachwandel anzeigen könnten

Themen: Kultur/Feuilleton

Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt

Daniel Goldstein untersucht Sprachfehler in Medienberichten und fragt, ob einzelne Formen bereits Sprachwandel anzeigen. Ausgangspunkt ist die ältere starke Vergangenheitsform «buken», die der Duden neben «backten» weiterhin akzeptiert. Viele unregelmässige Formen verschwinden zugunsten einfacher schwacher Beugungen, doch es gibt auch Gegenbewegungen wie «gewunken» statt «gewinkt». Der Autor nennt typische Verwechslungen bei «hing» und «hängte», «schuf» und «schaffte», «bewegte» und «bewog» sowie «gesonnen» und «gesinnt». Daneben führt er falsche Partizipien wie «gelügt» oder «geschwört» an. Auch bei Substantiven beobachtet er Unsicherheiten: etwa beim Genitiv von «Bauer», beim Dativ nach «gedenken» und bei schwacher Flexion von Fremdwörtern. Beispiele sind «Klickgarant» statt «Klickgaranten», «Hegemonen» statt «Hegemon» oder «einem Direktoren». Solche Formen könnten auf mundartliche Einflüsse, mangelnde Sicherheit bei Grammatik oder künftige Normverschiebungen zurückgehen.

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