Themen: Kultur/Feuilleton
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Daniel Goldstein beendet seine Kolumne «Sprachlupe» mit einem Plädoyer für das Schweizer Hochdeutsch und seine Helvetismen. Viele Deutschschweizerinnen und Deutschschweizer nähmen diese anerkannten hochsprachlichen Eigenarten kaum wahr, während bundesdeutsche Formulierungen oft fälschlich als besseres Deutsch gälten. Besonders kritisiert Goldstein, dass Medien Beiträge aus Deutschland unverändert übernehmen und sich Schweizer Sprachgebrauch dadurch zurückdrängt. Als Beispiel nennt er die Aussprache von Zürich bei Radio SRF, die sich zunehmend von geltenden Schweizer Hausregeln entferne. Schweizer Hochdeutsch sei keine Fremdsprache; ein eigenes Hochschweizerdeutsch hätte nach seiner Ansicht vielmehr die Mundarten verflacht und den deutschsprachigen Kulturraum getrennt. Helvetismen gebe es auch im Französischen und Italienischen sowie mit dem Rätoromanischen als ganzer Sprache. Diese sprachlichen Besonderheiten seien ein verbindendes Element des Landes. Die letzte Kolumne ist zugleich das Schlusswort eines im November erscheinenden Buchs mit ausgewählten Texten.