Themen: Krieg&Frieden, Geopolitik, Innen-Politik
Regionen: International, Russland/Eurasien, Europa
Nach dem Fund einer offenbar mit Sprengstoff bestückten Drohne nahe ukrainischer Antonov-Flugzeuge am Leipziger Flughafen geht das Bundesinnenministerium intern von Russland als möglichem Drahtzieher aus. Dafür gebe es mehrere Anhaltspunkte, eine öffentliche Zuordnung unterbleibt jedoch wegen fehlender eindeutiger Beweise. Laut Recherchen sollen sich in der Drohne die im Militärbereich verwendeten Stoffe PETN und Semtex befunden haben. Ermittler sicherten am Tatort DNA-Spuren. Innenminister Alexander Dobrindt sprach zunächst allgemein von «fremden Mächten», Bundeskanzler Friedrich Merz äusserte sich nicht. US-Geheimdienste hatten Moskau die Tat zugeschrieben, während die russische Botschaft eine Verantwortung zurückwies. Sicherheitsvertreter berichten zudem, Russland habe professionelle Agenten nach Deutschland geschleust und setze weniger auf kurzzeitig angeheuerte Helfer für Spionage und Sabotage. Die Konstruktion der Drohne soll Sicherheitssysteme des Flughafens umgehen können.