Themen: CH-Politik, Leben, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Die Stadt Zürich bewertet ihre Liegenschaften neu und erwartet einen Aufwertungsgewinn von 2,5 Milliarden Franken. Der Stadtrat will damit den gemeinnützigen Wohnungsbau stärken: Statt der budgetierten 50 Millionen sollen 800 Millionen Franken in den Wohnraumfonds fliessen. Hinzu kommt ein geplanter Rahmenkredit von rund 1,75 Milliarden Franken, über den das Stimmvolk entscheiden muss. Genossenschaften und Stiftungen sollen zudem schneller Baurechte zu vergünstigten Konditionen erhalten. Der Buchgewinn ist nicht liquide verfügbar und kann die steigende Verschuldung nicht direkt senken. Im Budget 2027 führt er laut Stadt dennoch zu einem Ertragsüberschuss von 1,34 Milliarden statt eines Defizits von 407 Millionen Franken. Das Ziel, bis 2050 einen Drittel der Mietwohnungen gemeinnützig zu machen, bleibe realistisch. Die SP kritisiert die Kürzung der Liegenschaftskäufe und kündigt für den 18. November eine Wohninitiative an. Sie fordert neues Eigenkapital für städtische Wohnbaustiftungen.