Themen: Bildung, CH-Politik, Demokratie
Regionen: Schweiz, Basel/NWCH
Die Starke Schule beider Basel hat in Liestal die kantonale Initiative «Zwei Fremdsprachen an der Primarschule sind zu viel» mit 2274 Unterschriften eingereicht. Sie verlangt, dass an Primarschulen nur eine Fremdsprache unterrichtet wird und der Unterricht frühestens in der 5. Klasse beginnt. Vorgesehen wäre grundsätzlich Englisch auf der Primarstufe und Französisch erst auf der Sekundarstufe; falls der Bund Französisch vorschreibt, soll Englisch später beginnen. Die Organisation begründet ihr Anliegen mit Überforderung, Frustration und Demotivation vieler Kinder sowie Unterrichtszeit, die für Deutsch, Mathematik und weitere Fächer fehle. Eine vom Baselbieter Bildungsrat veranlasste Untersuchung kam hingegen zum Schluss, dass ein früher Beginn nicht automatisch bessere Sprachkenntnisse bringt. Bildungsdirektor Markus Eigenmann verweist daneben auf Lehrpersonen, Unterrichtsgestaltung und Übergänge zwischen Schulstufen. Baselland und Basel-Stadt wollen bis Sommer 2027 gemeinsame Varianten entwickeln. Parallel will der Bundesrat eine zweite Landessprache an Primarschulen im Sprachengesetz verankern.