Themen: Demokratie, CH-Politik
Regionen: Schweiz, Wallis/Graubünden
Das Bündner Stimmvolk hat am 27. September 2026 eine Senkung des Stimmrechtsalters auf 16 Jahre zum dritten Mal abgelehnt. Regierung und Parlament hatten die Vorlage diesmal unterstützt, dennoch blieb die Zustimmung aus. Lisa Frisch vom Generationen-Barometer von sotomo verweist darauf, dass mit Ausnahme von Glarus bisher alle kantonalen Vorlagen gescheitert seien; auch Basel und Bern hätten trotz breiter Unterstützung keine Mehrheit erreicht. In Luzern verwarfen die Stimmberechtigten im Februar 2025 einen Vorstoss von vier Jungparteien mit 79,1 Prozent Nein. Claire Schärer vom Verein Bevölkerungsrat Basel plädiert für Beteiligungsformen ausserhalb von Stimm- und Wahlrecht. Jugendparlamente ermöglichten politische Erfahrungen und eigene Anliegen. Laut Frisch unterstützen national noch 23 Prozent das Stimmrechtsalter 16; selbst unter 17-Jährigen überwiegt laut einer Umfrage die Ablehnung. Vergleichsdaten aus fünf Ländern deuten jedoch auf höhere Wahlbeteiligung bei einem Wahlalter von 16 Jahren hin.