Themen: CH-Politik, Partei-Politik
Regionen: Schweiz, Tessin
Marco Chiesa, Tessiner Ständerat, Luganeser Gemeinderat und ehemaliger nationaler SVP-Präsident, stellt sich für die Nachfolge von Guy Parmelin zur Verfügung. Die SVP hat acht Namen für das Ticketverfahren am 20. November bekannt gegeben; am 9. Dezember soll der Bundesratssitz besetzt werden. Der CH-Media-Journalist Kari Kälin wertet Chiesas Kandidatur als ernsthaft, weil dieser vor der Bekanntgabe Gespräche mit Mitgliedern der Fraktion geführt habe. Auch die Le-Temps-Korrespondentin Andrée Marie Dussaud hält die Bewerbung für glaubwürdig und verweist auf Chiesas langjährige Kontakte im Ständerat. Umstritten ist die regionale Vertretung: Bei einer Wahl Chiesas sässen erstmals zwei Tessiner im Bundesrat, solange Ignazio Cassis im Amt bleibt. Kälin erwartet darin kein unüberwindbares Hindernis, Dussaud sieht die Tessiner Frage als wichtigste Hürde. Zudem könnte ein Bundesrat mit nur einem Vertreter der Romandie die nationale Kohäsion belasten.