Themen: Gesundheit, Gesellschaft
Regionen: Schweiz, Basel/NWCH
Die 20-jährige Sophie starb nach einem Entzug von Benzodiazepinen auf der Suchtstation der Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel durch Suizid. Am Vorabend hatte sie Abschiedsnachrichten verschickt. Zwei Freunde warnten die Klinik unabhängig voneinander; laut Polizeiprotokoll sprach das Personal sie darauf an, begnügte sich jedoch mit ihrem Versprechen, sich nichts anzutun. Am folgenden Vormittag wurde sie tot aufgefunden. Die Staatsanwaltschaft eröffnete eine Untersuchung, während die UPK sich zum Einzelfall nicht äusserte und erklärte, alles zur Suizidprävention zu unternehmen. In sozialen Medien äusserten sich Hunderte Menschen erschüttert. Viele verwiesen auf Personalmangel, überlastete Stationen und Erfahrungen, in psychischen Krisen allein gelassen worden zu sein. Weitere Kritik betrifft eine als zu starre Behandlung, den hohen Stellenwert von Medikamenten und zu wenig Gesprächsangebote. Journalist Otto Hostettler fordert eine vollständige, auch strafrechtliche Aufarbeitung möglicher organisatorischer oder fachlicher Mängel.