Themen: Gesellschaft, KI/Digital
Regionen: Schweiz, Basel/NWCH
Susanne Oberholzer, promovierte Deutsch- und Sprachwissenschaftlerin, befasst sich mit der Entwicklung der Basler Dialekte. Sie hält Baseldeutsch nicht für ein bloss nostalgisches Sprachphänomen, sondern für eine weiterhin lebendige Mundart im Wandel. Einzelne Wörter wie «Sommervogel» für Schmetterling oder «Ross» würden zwar seltener verwendet. Daraus müsse jedoch nicht auf ein Aussterben des Baseldeutschen geschlossen werden. Besonders bei jüngeren Menschen erkennt Oberholzer neue Formen des Gebrauchs: Chats und andere digitale Kommunikationsformen geben dem Dialekt einen Platz in der Schriftlichkeit. Diese Nutzung könne dazu beitragen, dass die Mundart im Alltag präsent bleibe und sich weiterentwickle.