Themen: Technologie, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Der Streit um den Glasfaserausbau mit der Wettbewerbskommission hat Swisscom nach Angaben von CEO Christoph Aeschlimann seit 2022 mindestens 500 Millionen Franken Mehrkosten verursacht. Die Kommission hatte eine Netzarchitektur mit einer einzigen Zuleitung von der Zentrale zum Verteiler vor mehreren Häusern untersagt, weil sie darin ein erhebliches Wettbewerbshindernis sah. Sie verlangte stattdessen eine eigene Zuleitung für jeden Haushalt. Das Bundesverwaltungsgericht stellte jüngst keinen Verstoss gegen das Kartellrecht fest und hob die Busse von 18,4 Millionen Franken auf. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Swisscom durfte während des Verfahrens zeitweise 500’000 bereits gebaute Anschlüsse nicht in Betrieb nehmen und baute viele davon um. Ende September waren noch 160’000 blockiert, davon befanden sich laut Aeschlimann 20’000 im Umbau. Zudem installierte Swisscom 600’000 Anschlüsse mit den teureren direkten Zuleitungen.