Themen: Klima&Energie, Technologie
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
TA-Swiss fordert eine dringende Debatte über die langfristige Stromversorgung der Schweiz und die Rolle neuer Nukleartechnologien. Kernenergie könnte die winterlichen Produktionsdefizite und die Abhängigkeit von Stromimporten verringern, müsste aber parallel zu Solar- und Windenergie sowie Speicherkapazitäten ausgebaut werden. Voraussetzung wären rasch verfügbare Reaktoren zu akzeptablen Preisen, ein klarer Rechtsrahmen und der Wiederaufbau von Fachwissen. Die Schweiz verfüge derzeit kaum über Erfahrung für den Bau neuer Anlagen, an dem rund 2000 Unternehmen beteiligt wären. Der jährliche Stromverbrauch von heute etwa 56 TWh könnte wegen Elektromobilität, Digitalisierung, Rechenzentren und Wärmepumpen bis 2050 auf über 70, möglicherweise 90 TWh steigen. TA-Swiss hält einen Neubau kurzfristig für unwahrscheinlich und bewertet längere Laufzeiten bestehender AKW als kostengünstigste Möglichkeit, Energieimporte im Winter deutlich zu reduzieren.