Themen: Gesundheit, Wissenschaft
Regionen: International, Europa
Eine Studie des Universitätsklinikums Mainz untersucht die akuten Folgen von Produkten mit erhitztem Tabak bei 30 gesunden jungen Rauchenden. Bereits wenige Minuten nach dem Konsum von zwei Sticks stiegen der Blutdruck leicht an, die Sauerstoffsättigung im Blut sank und die Fähigkeit der Blutgefässe zur Erweiterung nahm ab. Erstautorin Lea Strohm spricht von Gefässfunktionsstörungen, Veränderungen des Stoffwechsels und genetischen Schäden bei ansonsten gesunden Teilnehmenden. Die Resultate zeigten, dass die Produkte biologisch nicht inert seien und nicht als wesentlich weniger schädlich für das Herz als Zigaretten gelten sollten. Erhitzte Tabakprodukte werden zunehmend als Instrument zur Schadensminderung oder als Hilfe zum Rauchstopp vermarktet. Sie liefern jedoch pharmakologisch wirksames Nikotin und erzeugen Aerosole mit Partikeln, Aldehyden und tabakspezifischen Nitrosaminen.