Themen: Wirtschaft/Finanzen, KI/Digital, Gesellschaft
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Bei Tamedia eskaliert nach erneuten Kündigungen der Konflikt zwischen Verleger Pietro Supino und der Belegschaft. Journalistinnen und Journalisten des Medienbereichs der TX Group planen einen einstündigen Streik. In einem dreiseitigen Schreiben an die Mitarbeitenden wirbt Supino um Verständnis und weist einseitige Kritik sowie Übertreibungen zurück. Er bezeichnet die Daseinsberechtigung der Tamedia-Medien als gemeinsame Verantwortung und verlangt stärkeres digitales Wachstum. Dieses gelinge bislang ungenügend, obwohl die nötigen Ressourcen vorhanden seien. Zugleich erklärt Supino, der Cashflow von Tamedia sei derzeit negativ und nicht nachhaltig, weshalb weiter gespart werde. Gewerkschaft und Personalvertretung kritisieren den Sparkurs scharf und verlangen die Rücknahme aller im Oktober geäusserten Kündigungen. Sie sehen die publizistische und demokratische Funktion der Medien gefährdet.