Themen: Partei-Politik, Demokratie
Regionen: International, Westasien
Benjamin Netanyahu versucht zwei Tage vor den israelischen Parlamentswahlen, mit Warnungen vor einer iranischen Bedrohung Wählerinnen und Wähler hinter sich zu vereinen. Er veröffentlichte ein KI-Bild einer auf Tel Aviv fallenden Atombombe und verweist auf die verbleibende Amtszeit von US-Präsident Donald Trump. Laut dem Bericht haben Trumps jüngste Unterstützung und Netanyahus Werben um weitere Hilfe die Umfragen bisher nicht entscheidend verändert. Diese sehen weiterhin ein enges Rennen mit Gadi Eizenkot, dem früheren Generalstabschef und Vorsitzenden von Yashar!. Eizenkot wirft Netanyahu Lügen und Angstmacherei vor; auch der rechte Kandidat Ofer Winter kritisiert die Einschüchterung der Bevölkerung. Bei einer Kundgebung in Tel Aviv sammelte die Opposition Unterstützung unter dem Motto «Alles ausser Bibi». Zugleich konkurrieren oppositionelle Parteien untereinander um die stärkste Position, da sie keinen gemeinsamen Kandidaten für das Ministerpräsidentenamt aufgestellt haben. Ein Patt ohne Mehrheit von 61 Sitzen bleibt möglich.