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The drag artists defying queerphobia in the South Caucasus

European Correspondent
The drag artists defying queerphobia in the South Caucasus

Themen: Gleichstellung, Kultur, Gesellschaft

Regionen: International, Westasien

Drag-Künstlerinnen in Armenien, Georgien und Aserbaidschan nutzen ihre Kunst als Ausdruck queerer Sichtbarkeit in einem besonders LGBTQ+-feindlichen Umfeld. Armenien und Aserbaidschan verfügen laut Darstellung über keine Antidiskriminierungsgesetze zum Schutz queerer Menschen; Georgien verabschiedete 2024 trotz bestehender Schutzregelung ein anti-LGBTQ+-Gesetz nach russischem Vorbild. Sirena Soul prägt die Underground-Szene in Jerewan mit Bezügen zu Mythologie, armenischer Musik und nationalen Themen, berichtet aber von Belästigungen und Übergriffen. Otaraant Queer verbindet Drag in Tiflis mit georgischer Kultur und erinnert an Polizeirazzien, Tränengas und Gummigeschosse gegen queere Räume. Lady Slim, nach eigener Darstellung Aserbaidschans einzige Dragqueen, tritt in Baku vorwiegend privat und online auf, weil öffentliche Räume für queere Kunst fehlen und Polizei einen queerfreundlichen Club gewaltsam durchsuchte. Alle drei verstehen Drag als kulturellen und politischen Widerstand gegen Homophobie.

europeancorrespondent.com

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