Themen: Innen-Politik
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Das Zürcher Bezirksgericht hat einen 53-Jährigen wegen der tödlichen Messerattacke auf einen Barkeeper der Lugano Bar an der Langstrasse zu 13 Jahren Freiheitsstrafe, Verwahrung und einem zwölfjährigen Landesverweis verurteilt. Der Barkeeper war im August 2023 erstochen worden. Gemäss Anklage fragte der Beschuldigte in der Bar nach einer Frau und dem gemeinsamen Kind. Weil er sich vom Barkeeper belogen fühlte, soll er sieben Mal mit einem Messer auf ihn eingestochen haben; das Opfer verblutete. Der schwer an Krebs und Schizophrenie erkrankte Mann wurde zur Verhandlung im Spitalbett gebracht. Die Psychiatrische Universitätsklinik Zürich hielt ihn für verhandlungsfähig, jedoch nicht für einsichtsfähig. Er bestritt die Tat zunächst und erklärte später, in Notwehr gehandelt zu haben. Das Gericht verwies auf erdrückende Beweise, darunter Videos und Handydaten. Der Partnerin des Getöteten wurden 6150 Franken Schadenersatz und 40'000 Franken Genugtuung zugesprochen.