Themen: Leben, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Toni di Marino führt das Ristorante im Winterthurer Bocciodromo seit 1996 und muss den Betrieb Ende 2026 verlassen. Der Verein Bocciodromo, dem die Liegenschaft gehört, kündigte dem 63-Jährigen zwei Jahre vor seiner Pensionierung. Di Marino zahlt jährlich rund 80’000 Franken Pacht inklusive Nebenkosten, während er den Betrag als zu hoch empfindet. Für den Trägerverein, der aus der Unione Bocciofila Winterthur und dem Pétanque-Club Winterthur besteht, ist der Ertrag dagegen wichtig für die finanzielle Stabilität. Zum Konflikt trugen Preiserhöhungen, unterschiedliche Erwartungen an Arbeiten und Kosten sowie Streit über Sanitäranlagen bei. Auch vor einer Schlichtungsbehörde trafen sich die Parteien. Di Marino rechnete mit einer grösseren Küchensanierung und bewarb sich deshalb nicht für die neue Ausschreibung; diese Sanierung sei inzwischen vom Tisch. Der Verein plant mit dem neuen Pächter ab 2027 kleinere Investitionen. Di Marino will bis zu den Weihnachtsferien weiterwirten und danach eine Austrinkete veranstalten.