Themen: Innen-Politik, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: Schweiz, Zentralschweiz
Vor dem Strafgericht Zug muss sich ein 78-jähriger Treuhänder wegen mehrfacher qualifizierter ungetreuer Geschäftsbesorgung verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, zwischen 2012 und 2017 rund 2,8 Millionen Franken von einem Konto eines gemeinsamen Bauprojekts für sachfremde Ausgaben verwendet zu haben. Als Beispiele nennt sie einen Kühlschrank sowie Sponsorings für ein Gospelkonzert, einen Ruderklub und ein Orchester. Der Mann bestreitet den Vorwurf. Er erklärt, das Projekt weitgehend selbst finanziert zu haben und deshalb davon ausgegangen zu sein, faktisch über eigenes Geld verfügen zu können. Die Staatsanwaltschaft hält dies für unglaubwürdig und verlangt 28 Monate Freiheitsstrafe, davon sechs Monate unbedingt. Die Verteidigung fordert einen Freispruch. Der Vertrag sei im Alltag nicht strikt umgesetzt worden; zudem seien die Ausgaben offen verbucht und später zur Verrechnung vorgesehen gewesen. Das Urteil soll schriftlich im nächsten Jahr eröffnet werden. Es gilt die Unschuldsvermutung.