Themen: Wirtschaft/Finanzen, Geopolitik
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt, International, Nordamerika
Die US-Zwischenwahlen könnten Donald Trumps Mehrheit im Repräsentantenhaus kosten, doch Schweizer Ökonomen erwarten daraus keine unmittelbare Entlastung für die Schweizer Wirtschaft. Trump hatte im Sommer 2025 Zölle von 39 Prozent auf Schweizer Produkte angekündigt und den Satz später auf 15 Prozent gesenkt. Weil die Aussen- und Handelspolitik stark beim Präsidenten liegt, kann er weiterhin präsidiale Verfügungen einsetzen, auch bei einem demokratisch dominierten Kongress. Die USA bleiben der wichtigste Einzelmarkt für Schweizer Exporte. Roche, Novartis, Nestlé und Maschinenbauer erzielen dort hohe Umsätze. Unternehmen zogen Lieferungen vor, bauten Lager in den USA auf und passten Investitionspläne an. Im Januar 2025 erreichten Schweizer Exporte in die USA rund 20 Milliarden Dollar. Schweizer Firmen stellten Investitionen von rund 200 Milliarden Dollar in Aussicht; Novartis allein kündigte 23 Milliarden Dollar an. Für die Schweiz bleibt offen, wie viel Produktion dauerhaft in die USA verlagert wird. Der Dollar schwankte zwischen unter 77 und über 82 Rappen.