Themen: Wirtschaft/Finanzen, CH-Politik
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Die Wirtschaftskommission des Ständerats schlägt vor, dass ausländische Finanztöchter der UBS nur zu 50 Prozent mit hartem Eigenkapital abgesichert werden müssen. Den restlichen Anteil bis zum Sollwert nach Basler Richtlinien könnte die Bank mit AT-1-Anleihen finanzieren. Der Bundesrat hatte nach dem Zusammenbruch der Credit Suisse verlangt, die Auslandstöchter vollständig mit hartem Eigenkapital zu unterlegen. Rudolf Strahm kritisiert den Kommissionsvorschlag scharf. Die vorgesehenen Krisenstufen mit Einschränkungen für Rückkäufe, Zinszahlungen, Dividenden und Boni müssten sofort öffentlich kommuniziert werden. Dies könne Kapitalanleger alarmieren und einen Bank-Run auslösen. AT-1-Instrumente seien nicht gleichwertig mit hartem Kernkapital und rechtlich unsicher, wie der Streit um die Abschreibung von CS-Anleihen zeige. Strahm befürchtet, dass die Risiken einer künftigen UBS-Krise über Nationalbank und staatlichen Liquiditätsmechanismus letztlich bei der Öffentlichkeit und den Steuerzahlenden landen.