Themen: KI/Digital, Kultur
Regionen: International, Nordamerika
Anthropic hat sich mit Autorinnen, Autoren und Verlagen in einer Sammelklage wegen Urheberrechtsverletzungen verglichen. Das KI-Unternehmen zahlt 1,5 Milliarden Dollar in einen Fonds, aus dem Ansprüche und Verfahrenskosten gedeckt werden sollen. Der Vergleich betrifft rund 500'000 Bücher, die Anthropic illegal beschafft und für Trainingsdatensätze verwendet haben soll. Zu den Klägern gehören Charles Graeber, Kirk Wallace Johnson und Andrea Bartz. Insgesamt ging es in der Klage um rund sieben Millionen Bücher, die für das Training des Chatbots Claude ausgewertet worden seien. Ein kalifornisches Bezirksgericht hatte das Training mit legal erworbenen Büchern unter bestimmten Bedingungen als «fair use» beurteilt. Für raubkopierte Werke sah es hingegen eine Urheberrechtsverletzung. Der Vergleich wurde im Sommer 2026 vom zuständigen US-Bezirksgericht gebilligt. Ob KI-Training mit urheberrechtlich geschützten, aber legal erworbenen Werken generell zulässig ist, bleibt damit offen.