Themen: Wirtschaft/Finanzen, CH-Politik, Ungleichheit
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Der Bundesrat verlangt von der UBS zusätzliches Eigenkapital zur besseren Absicherung der Risiken ihrer Auslandtöchter. Je nach Berechnung geht es um 9 bis 22 Milliarden Franken. Die UBS warnt vor Nachteilen für ihre Wettbewerbsfähigkeit, weil höheres Eigenkapital die Eigenkapitalrendite von derzeit 12,3 auf gut 10 Prozent senken könnte. Der Kommentar bezweifelt diese Argumentation. Würde die Bank mit neuem Eigenkapital verzinsliche US-Anleihen zurückzahlen, könnten die Zinskosten stärker sinken als die Kosten zusätzlicher Dividenden. Die Führung habe dennoch ein Interesse an geringeren Kapitalanforderungen: Boni im Long Term Incentive Plan hängen stark von der Eigenkapitalrendite ab. Auch Aktionäre profitierten von Aktienrückkäufen, deren Auszahlungen im Unterschied zu Dividenden weitgehend steuerfrei seien. Die UBS erwägt nachrangige Wandelanleihen, um einen Teil der Kapitalerhöhung zu vermeiden, obwohl dafür derzeit hohe Zinsen anfallen würden.