Themen: Umwelt, Leben, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Ein Immobilienfonds der UBS hat vier Wohnhäuser an der Carl-Spitteler-Strasse in Zürich-Witikon leergekündigt und plant deren Ersatz durch vier fünfstöckige Neubauten. Die 59 Wohnungen aus den 1950er-Jahren sollen abgerissen werden; ungefähr 100 Menschen verlieren ihre Wohnungen. Geplant sind rund 130 neue Wohnungen, Abriss und Baubeginn sind für 2028 vorgesehen. Architekt Florian Eidenbenz hat eine Alternativstudie mit Anbauten und zusätzlichen Etagen auf den bestehenden Häusern erstellt. Sie würde weniger Wohnungen schaffen, könnte aber gestaffelt umgesetzt werden, sodass Mietende im Quartier bleiben könnten. Eidenbenz kritisiert den Verlust grauer Energie und renditeorientierte Abrissentscheide. UBS verweist auf den Modernisierungsbedarf der Gebäude, die mehr als verdoppelte Wohnungszahl und Unterstützung für Betroffene bei der Wohnungssuche. Eidenbenz fordert Regeln, nach denen Abrisse nur bei nachgewiesener Unmöglichkeit eines Erhalts zulässig wären.